Monte Albán war die Hauptstadt der Zapoteken, einem mexikanischen Urvolk. Das 200 x 300 Meter große Plateau liegt 10 km von Oaxaca, der heutigen Hauptstadt des gleichnamigen südlichen Bundesstaates. Vermutlich wurde die Stadt im 8. Jahrhundert vor Chr. erbaut. Hunderte Terrassen, Grabhügel und archäologische Ruinen erstrecken sich auf dem monumentalen Gelände.
Monte Albán war das sozio-politische und wirtschaftliche Zentrum der Zapoteken. Zu Spitzenzeiten lebten hier 30.000 Menschen. Die Stadt verlor ihre überragende Bedeutung erst Ende der Spätklassik (ca. 500 – 700 n.Chr.)
Ein Charakteristikum Monte Albáns ist die große Zahl von Monumenten aus bearbeiteten Steinen. Die sogenannten Danzantes (spanisch = Tanzende), zeigen nackte Männer in gekrümmten und verdrehten Posen. Die frühere Deutung, dass es sich hierbei um tanzende Menschen handelt, ist mittlerweile überholt. Eindeutige Hinweise auf genitale Verstümmelungen auf einigen der Monumente gelten als Beweis, dass hier gefolterte Kriegsgefangene abgebildet sind.
Wahrscheinlich sind die Zapoteken übrigens die ersten Hacki-Sacker der Menschheitsgeschichte. Ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem ein kleiner Häkelball durch Bewegungen aus Hüfte, Fuß, Schulter und Kniegelenk in der Luft gehalten werden muss. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei der zapotekischen Variante des Spiels der Ball nur mit Schulter, Ellenbogen, Hüfte und Knie fortbewegt werden durfte. Anders als auf den Ballplätzen der Maya befanden sich auf dem Zapotekenplatz keine Ringe, durch die ein Ball hätte befördert werden können. Allerdings handelte es sich auch hier eher um ein Pseudo-Spiel, denn letztlich ging es darum, den Verlierer möglichst brutal vor den Augen der Arenabesucher hinzurichten.
















