• Hilfe für Babyschildkröten

    24. Februar 2009 Abgelegt unter Land und Leute | Keine Kommentare

    cimg0259Nachdem Mexiko vor allem in den 80er Jahren Meeresschildkröten nahezu ausgerottet hat, beschützt das Land die Meerestiere nun um so mehr. Zwei bis dreimal im Jahr kommen die trächtigen Muttertiere aus dem Pazifik an den Strand gekrochen und legen ihre Eier in den Sand. Die kleinen Babyschildkröten müssen nach dem Schlüpfen selbst in das Wasser krabbeln – ein wichtiger Prozess, der ihnen dabei hilft, den Strand später, wenn sie selbst Eier legen werden, wiederzufinden. Meereschildkröten legen ihre Eier immer an den Strand, an dem sie selbst geschlüpft sind.

    Ein harter Start ins Leben: Zuerst müssen die kleinen Wesen mit ihren Flossenfüßen mühsam Richtung Gicht krabbeln und sich dann immer und immer wieder von den Wellen zurück an den Strand spülen lassen, bis es schließlich klappt. Doch dann wird es erst richtig gefährlich, denn im Wasser warten bereits hungrige Feinde. Die Schildkröte muss so schnell wie möglich in die Tiefe abtauchen. Nur sehr wenige schaffen es diese Hürden zu überwinden. Die Fairmont Hotelkette hat ein besonderes Schutzprogramm entworfen, bei dem auch Touristen helfen dürfen. Die Eier werden am Strand eingesammelt und in die Schutzstation im Hotel gebracht. Dort schlüpfen sie. Interessierte können zu angekündigten Terminen an der Freilassung teilnehmen. Jeder bekommt dann ein paar Minischildkröten in die Hand und darf sie im Sand auf den richtigen Kurs setzen (z.B. in Puerto Vallarta). Auf diese Weise wurden seit 2002 bereits 170.000 Schildkröten ins Meer begleitet.

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